Aromatherapie bezeichnet die kontrollierte Anwendung ätherischer Öle
, um die eigene und die Gesundheit zu erhalten und Körper, Geist und Seele auf eine positive Art zu beeinflussen.
Wirkung der Aromatherapie
Aromatherapie ist die Behandlung von Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen mit ätherischen Ölen
. Sie ist Bestandteil der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) und Teil komplementär medizinischer Methoden.
Die Verwendung von Duftstoffen in Privathaushalten ist schon längst üblich geworden, auch wenn selten das Wort Aromatherapie dafür herangezogen wird.
Erkältungsbäder, Geruchspflaster, Massageöle und Duftlampen
sind bekannte Beispiele. Die Aromatherapie-Massage ist die wichtigste Methode der Aromatherapeuten auf dem Sektor der alternativen Gesundheitspflege. Nach Einnahme (die Haut zieht die Öle ein, gleichzeitig inhaliert man die ätherischen Öle und können auch eine direkte Wirkung auf die Organe haben.
Wirkstoffe von ätherischen Ölen, die in einer Massage verwendet wurden, lassen sich bereits nach 15 Minuten im Urin der behandelten Person nachweisen.
Wie soll man ätherische öle optimal aufbewahren?
Ätherische Öle sind hitze- und lichtempfindlich. Aus diesem Grund müssen sie kühl und dunkel aufbewahrt werden. Da ätherische Öle leicht verdunsten müssen die Fläschchen gut verschlossen werden. Bei entsprechender Lagerung halten die meisten Öle mehrere Jahre. Zitrusöle sind eine Ausnahme und haben nur eine Haltbarkeit von zirka einem Jahr.
Hilfe zur Selbsthilfe
Bäder, Massagen und Inhalationen mit ätherischen Ölen sind wirksame und angenehme Formen der Selbsttherapie
. Sie stärken das Immunsystem und verbessern das allgemeine Wohlbefinden. Um therapeutisch wirken zu können, müssen ätherische Öle von höchster Qualität sein: rein, unverfälscht und vorzugsweise aus der Ernte von Wild- oder Kulturpflanzen, ungedüngt mit natürlichen organischen Wuchsbedindungen, damit keine Chemikalien bei der Destillation durchschlagen können.
Wie wirken ätherische Öle?
Ätherische Öle sind Duftstoffe, die in Form winziger Öltröpfchen in Pflanzenteilen (Blüten, Schalen, Früchten, Wurzeln, Blättern…) in unterschiedlicher Menge eingelagert sind. Wie der Name (ätherisch) schon sagt, sind die Öle leicht flüchtig. Je nach Wahl stimulieren natürliche ätherische Öle, wirken harmonisierend oder beruhigend.
Die Wirkung der Öle hält dabei länger an als die “bewusste Wahrnehmung” durch den Geruchssinn, da dieser nach ca. 15. Minuten ermüdet. Die ätherischen Öle wirken unmittelbar auf das Gehirn und beeinflussen darüber eine Vielzahl von psychischen, emotionalen und physischen Mechanismen, von denen wir gesteuert werden, ohne uns dessen bewusst zu sein.
Die Heilwirkung der Öle hängt mit den Strategien der Pflanzen gegen Schädlinge zusammen. Die Blätter und Blüten der Pflanzen enthalten ätherische Öle zum Selbstschutz etwa gegen Bakterien oder Pilze und zum anlocken von nützlichen Insekten. Unter anderem erforscht das “Pacific Institute of Aromatherapy” in San Francisco seit Jahren erfolgreich die Wirkung von solchen Ölen.
Einige klinische Untersuchungen belegen für ätherische Öle eine therapeutische Wirksamkeit: etwa für Eukalyptus-, Pfefferminz- oder Lavendelöl. Insgesamt ist die Zahl durchgeführter Studien jedoch klein. Professor Hatt erläutert, dass der Mangel an exakten wissenschaftlichen Daten dadurch verursacht sei, dass sich die ätherischen Öle nicht ohne weiteres vergleichen lassen, da sie Schwankungen in der chemischen Zusammensetzung unterliegen.
Aufnahme durch Nase und Haut
Was der Mensch als angenehm empfindet, lässt sich medizinisch erklären. Ziehen die Essenzpartikel durch die Nase ein, werden die Aromainformationen von den winzigen Flimmerhärchen jeder Zelle aufgenommen und ins Zentralgehirn weitergeleitet. Dort werden die elektrochemischen Botschaften an das Riechzentrum weitergesandt.
Neurochemikalien werden ausgeschüttet, die entweder dämpfende, entspannende, anregende oder euphorisierende Wirkung erzeugen. Andere Botschaften gelangen in andere Körperteile, wo die physikalischen Auswirkungen der Duftstoffe zu spüren sind.
Werden die ätherischen Öle mit einer Trägersubstanz in die Haut eingerieben, können die winzigen Moleküle des ätherischen Öls sozusagen “unter die Haut” gehen. Durch die Poren und die Haarfollikel dringen sie bis in die Blut führenden Kapillaren ein. Sind sie erst einmal im Blutkreislauf angekommen, werden sie durch den ganzen Körper getragen. Auch von den Schleimhäuten werden ätherische Öle gut aufgenommen

Bildnachweis